Botanik

 

Botanik

Kärntens Flora


Die Sammlungen der Abteilung Botanik sind im Kärntner Botanikzentrum, einer Außenstelle des Landesmuseum Kärnten, untergebracht. Das Kärntner Botanikzentrum befindet sich in einem historischen Steinbruch am Fuße des Kreuzbergls in Klagenfurt und umfasst den Botanischen Garten, das Kärntner Landesherbar sowie eine Fachbibliothek.

Der 1862 gegründete Botanische Garten befindet sich seit 1958 an seiner heutigen Stelle. Zu den Highlights des Gartens zählen neben der beeindruckenden Felskulisse mit dem Alpinum eine Wasserlandschaft mit Wasserfall, Bach und Teich, die Sukkulentenquartiere sowie der Bauerngarten mit zum Teil in Blindenschrift ausgeführten Beschriftungen. Die idyllische Farnschlucht, das Steppenquartier, die Erhaltungskultur der Kärntner Landesblume Wulfenia carinthiaca, der Heil-, Gift- und Nutzpflanzengarten und die Quartiere mit Beispielen aus der Flora Zentralasiens und der Mediterraneis sind einen Besuch wert. Botanische Schwerpunkte des Gartens sind die Erhaltung bedrohter Arten, Forschung, Beratung und Wissensvermittlung.

Das Kärntner Landesherbar besitzt mehr als 200.000 Belege aus allen Pflanzen- und Pilzgruppen sowie Sammlungen von Samen und Früchten, Fixierungen, Fossilien, Pflanzenbildern und auch historischen Gerätschaften. Im Fokus des Herbars liegt die Bearbeitung und Dokumentation der Flora Kärntens.

Durch nationale und internationale Zusammenarbeit gelangen zusätzlich erhebliche Mengen wertvoller Belege aus ganz Österreich und dem Ausland in die Kärntner Sammlung. Herausragend sind die Herbar-Dokumentation der Flora Istriens, ein umfangreiches Herbarium aus der Türkei sowie eine große Anzahl historischer Belege aus aller Welt, die bis ins Jahr 1752 zurückreichen. Botaniker, Historiker, Journalisten, Studenten und Schüler nützen die botanische Fachbibliothek sowie das angeschlossene biografische Archiv als wichtige Informationsquelle. Der Bestand von 25.000 Sonderdrucken, 10.000 Zeitschriftenheften, 6.000 Monografien sowie Lebensläufen, Handschriften, Briefen und Urkunden wird durch Schenkungen, Zukauf und Tausch mit der selbst herausgegebenen, internationalen Fachzeitschrift „Wulfenia“ laufend erweitert.

 

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